Oktober 31, 2008 von reisehandbuchchile
Dieses Blog soll die Lesern des Reisehandbuchs “Nordspanien und der Jakobsweg”, dem Reiseführer Nordspanien aus dem Iwanowski-Verlag über Neuigkeiten über Land und Leute auf dem Laufenden halten. Hier finden Sie Adress-Änderungen, die es noch nicht in die aktuelle Auflage geschafft haben, hier berichte ich über neue Restaurants und lohneswerte Wanderungen und hier finden Sie Tipps und Hinweise, die Ihnen die Reiseplanung erleichtern sollen.
Jegliches Feedback sehr willkomen, Sie können mich über c.hörtreiter@live.de erreichen oder einfach einen Kommentar hinterlassen.
Viel Spass beim Lesen und bei der Reiseplanung!


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April 25, 2009 von reisehandbuchchile
Das Restaurant “Mugaritz” im baskischen Errenteria ist vom britischen Branchenmagazin “Restaurant” auf Platz vier der 50 besten Restaurants gewählt worden. Über die Verteilung der Listenplätze entscheiden jährlich mehr als 800 Fachleute und die Liste S. Pellegrino gilt als Oscar der Gastronomie-Branche.
Für Andoni Luis Aduriz, den Küchenchef des Mugaritz ist damit ein Traum wahr geworden. Er stieg vor vier Jahren auf dem zehnten Platz ein und stieg dann auf den siebten auf – der vierte Platz dieses Jahr scheint eine weitere Stufe auf dem Weg nach oben zu sein.
Und noch ein zweiter baskischer Koch hat es unter die ersten zehn geschafft: der durch Fernsehen und Kochbücher berühmte Koch Juan Mari Arzak belegt mit seinem Restaurant “Arzak” den achten Platz.
Auf dem ersten Platz landete zum vierten Mal in Folge das Restaurant “El Bulli” mit Ferran Adriá, einen sensationellen fünften Platz schaffte mit dem “El Celler de Can Roca” ein zweites katalanisches Restaurant, das sich um 21 Plätze verbessern konnte.
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Auch in Spanien stellen immer mehr Winzer auf ökologischen Weinbau um und vermarkten ihre Trauben als Bioweine. Jetzt kann man auch in Deutschland Biowein aus der Rioja und Navarra kaufen – der Weinversand Viva Vino machts möglich. Viva Vibo hat Bioweine aus Bioweine aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Österreich im Angebot. Unter dem Sticwort „Spanien“ findet man nicht aber nicht nur Weine aus der Rioja und Navarra sondern auch von der Costa Brava; auch das besonders in den letzten Jahren in Mode gekommene Weinbaugebiet Priorat ist vertreten.
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Der Bericht des Journalisten George Orwell, der später durch sein Buch „1984“ weltberühmt wurde, gibt ein gutes Bild vom Spanien während der Zeit des Bürgerkrieges ab. In weiten Teilen spielt das Buch gar nicht in Katalonien, sondern in Aragonien, wo Orwell stationiert war. Orwell berichtet in Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg
von seinen Erfahrungen als Freiwilliger der Internationalen Brigade, die auf Seiten der Republikaner im spanischen Bürgerkrieg kämpften. Das Buch ist nur bedingt ein Bericht über den historischen Kriegsverlauf. Orwell schreibt vielmehr (für meinen Geschmack recht kurzweilig, wenn man das bei diesem Thema sagen darf) über das Chaos der ersten Tage in Barcelona, wo die Truppen mehr schlecht als recht ausgestattet wurden – immerhin hatten sie genug Brot, um sich satt essen zu können, während grosse Teile der Bevälkerung hungerten. Später an der Front in Aragonien litt Orwell vor allem unter der Kälte – und der Langeweile. Die Stellungen der Falange lagen so weit entfernt, dass es zu richtigen Gefechten nur selten kam, die meiste Zeit schlugen die Freiwilligen Zeit tot. Mir hat das Buch vor allem deshalb gefallen, weil es die Sinnlosigkeit des Krieges illustriert, und wie zufällig und beiläufig der Tod oft stattfindet. Nichtsdestotrotz erfährt man auch eine ganze Menge zur Zeitgeschichte, zur Landschaft und natürlich zum spanischen Bürgerkrieg.

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Februar 18, 2009 von reisehandbuchchile
Fast zwei Millionen der Zuschauer des spanischen Fernsehkanals Tele 5 haben sich an der Umfrage zum schönsten Naturdenkmal Spaniens beteiligt und vier der zehn schönsten Naturparks liegen in Nordwestspanien!
Auf den ersten Platz mit Abstand landete der PN Islas Atlanticas in vor der Galicischen Küste. Auch die Inhaber des zweiten und dritten Platzes (Picos de Europa und die Playa de las Catedrales in Lugo) kann man auf einer Reise entlang des Jakobsweges besuchen. Und schliesslich nimmt der Parque Las Medulas mit seinen bizarren roten Felsformationen einen ehrenhaften siebten Platz ein.
Hier kann man die Umfrage im Original und mit wunderschönen Fotos illustriert bewundern.
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Februar 3, 2009 von reisehandbuchchile
Eigentlich ist das Altxerri eine Galerie, die gerne zeitgenössische baskische Künstler ausstellt. Aktuell läuft eine Ausstellung des grafischen Werks von Eduardo Chillida (noch bis Ende Februar 2009)
Die Kellerräume der Kunstgalerie werden seit mehr als 20 Jahren als Bar und Jazzkneipe genutzt. Die Wände aus unverpuztem Mauerwerk geben dem Lokal etwas angenehm ungezwungenes, die Live-Acts sind qualitativ erfreulich.
Altxerri Bar & Jazz, Reina Regente 2 (ganz in der Nähe der Brücke zum Kursaal), San Sebastián, Tel.: 943-42 16 93, www.altxerri.com
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Februar 2, 2009 von reisehandbuchchile
Wenn man nicht alle Weingüter der Rioja abklappern will, kann man die berühmten Weine aus der Rioja natürlich auch ganz einfach im Laden kaufen. Aber wo? Hier ein paar Empfehlungen:
Logroño:
Vinos El Peso (C. El Peso 1, Tel.: 941 228 254): mitten im historischen Zentrum gelegen hat sich diese gemütliche Bodega komplett auf Weine aus der Rioja spezialisiert. Sie wird geführt von den Brüdern Emilio und Teodoro Pérez, beide Autoritäten auf ihrem Gebiet.
La Catedral del Vino (C. Portales 25, Tel.: 941-228462): der Name ist etwas irreführend, ausser Wein bekommt man hier auch Konserven, lokale Wurst und Kunshandwerk.
Der Palacio del Vino (Av. De Burgos 136, Tel.: 941-228200) hat Weine von mehr als 50 verschiedenen Weingütern aus der Rioja zu günstigen Preisen im Angebot und verkauft zudem online
Neben der Hauptstadt der Rioja, Logroño, ist sicherlich die Weinstadt Haro der Ort, wo Weinliebhaber am ehesten auf ihre Kosten kommen:
Die Bodega El Rincón de Quintín (Plaza Castañares de Rioja S/N, Tel.: 941-312685, www.cunadelvino.com) hat ein breites Spektrum an lokalen Weinen im Angebot und verkauft auch übers Netz
Eine andere empfehlenswerte Adresse ist Juan Gonzales Muga (C. Castilla 3, Tel.: 941-311425, www.gonzalezmuga.com). Der grosszügig gestaltete Laden beschränkt sein Angebot nicht auf Weine und die entsprechenden Accessiores, sondern verkauft u.a. auch lokale Konserven
In Najéra sollte man unbedingt La Bodeguilla (C. Constantino Garrán 14, Tel.: 941362265) besuchen. Diese Bodega ist auf exklusive Weine aus der Rioja spezialisiert, aber der Besitzer Jesús Mayoral hat auch Brandys und Sherries im Angebot. Online wird europaweit und bis in die USA verkauft.
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Februar 2, 2009 von reisehandbuchchile
Nach langem Streit mit der Familie des Caudillo hat die Xunta de Galicia jetzt den ehemaligen Sommerpalast von Franco zum Kulturdenkmal erklärt. Damit ist die Familie des Diktators verpflichtet, das Anwesen (zum dem Pazo de Meirás in der Nöhe von Sada gehört ein sechs Hektar grosser Park) an mindestens vier Tagen im Monat für Publikum zu öffnen.
Der Palast war in den 40iger Jahren des 20. Jahrhunderts in den Besitz der Familie gelangt, als eine Gruppe von galicischen Politikern einen Fonds einrichteten, in den Geschäftsleute mehr oder weniger freiwillig Geld einzahlten, um das Gebäude zu kaufen und dem Caudillo zu Geschenk zu machen.
An der Berichterstattung in der spanischen Presse kann man gut die politische Richtung des jeweiligen Blatts ablesen: von hämisch bis bedauernd fielen die Kommentare aus.
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Januar 1, 2009 von reisehandbuchchile
Nach acht Jahren hat die ETA zum ersten mal wieder einen baskischen Geschäftsmann ermordet. Zwei Mitglieder der Terror-Organisation schossen den Bauunternehmer Iñaki Uria direkt ins Gesicht, bevor sie flüchteten und entkamen. Nach der Verhaftung eines der Köpfe der Gruppe, des Eta-Führers Mikel de Garikoitz Aspiazu in Frankreich vor zwei Wochen hatte die baskische Polizei Vergeltungsschläge befürchtet.
Die Firma des Opfers ist am Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Madrid beteiligt, die von der ETA abgelehnt wird. „Das Projekt eines unabhängigen Baskenlandes soll hier im Beton versenkt werden“ so die Erklärung der ETA zu der Bahnlinie.
Iñaki Uria war vorgewarnt: schon mehrmals waren Baufahrzeuge seiner Firma abgefackelt worden und auch die „Revolutionssteuer“ an die ETA hatte er wohl nicht bezahlt. Trotzdem wollte er sich nicht von Leibwächtern schützen lassen. Eine Vereinigung baskischer Geschäftsleute erklärte, sie werden sich vom ETA-Terror nicht einschüchtern lassen, sondern ihre Geschäfte wie gewohnt weiterführe. „Damit erweisen wir dem Baskenland den besten Dienst“ sagte ihr Sprecher
In ganz Spanien aber auch im Baskenland selber hat dieses neue Attentat Trauer und Indignation ausgelöst. Iñaki Uria ist das vierte Todesopfer der ETA im Jahr 2008.
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Dezember 4, 2008 von reisehandbuchchile
Jedes Jahr gibt der Lonely-Planet-Verlag seine berühmte Blue-List heraus, auf der die zehn schönsten und sehenswertesten Reiseziele für das kommende Jahr genannt werden. Nach der Bay of Fires in Australien ist das Baskenland auf Platz zwei gelandet, gleich gefolgt von der chilenischen Insel Chiloé.
In der Begründung beschreiben die Juroren das Baskenland als einen Coctail aus wunderbaren Küsten-und Berglandschaften, einem interessanten gastronomischen Angebot und einem reichen Kulturleben. Auch wenn die Auswahl natürlich subjektiv sein muss, hat Lonely Planet mit der Wahl des Baskenlandes auf einen prominenten zweiten Platz den Nagel auf den Kopf getroffen, finde ich!
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November 22, 2008 von reisehandbuchchile
22.November 2008: in den letzen Tagen haben wieder mehr als 100 baskische Geschäftsleute, Restaurant- und Ladenbesitzer einen Brief von der ETA bekommen. Mit diesen Erpressungs-Briefen, die die ETA in regelmäßigen Abständen verschickkt, verschafft sich die Organisation Mittel zur Finanzierung ihrer terroristischen Anschläge.
Nachdem sie im Jahr 2006 einen unbefristeten Waffenstillstand ausgerufen hatte, der in eine endgültige Befriedung der Situation münden sollte, ist sie heute aktiver denn je. Allerdings hat die ETA in den letzten Monaten empfindliche Rückschläge hinnehmen müssen: einige der wichtigsten Mitglieder der Führungsriege wurden gefasst und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.
Die Briefe, die die ETA an die baskischen Geschäftsleute verschickt, lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. „Wenn Sie nicht positiv (d.h. mit der Zahlung des geforderten Betrags, in der Regel zwischen 30.000 und 130.000 Euro) reagieren, müssen wir Maßnahmen gegen Sie persönlich und gegen Ihren Besitz ergreifen. Und in einem zweiten „Mahnschreiben“ erklärt die ETA: „Wenn Sie nicht im Verlauf des folgenden Monats zahlen, werden Sie zum Ziel terroristischer Aktionen.“
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